Unterwegs mit Franzi

Franzi im Leipziger Westen

Franzi kam extra aus Hamburg mit ihrer Familie angereist, um sich von mir und Petula portraitieren zu lassen.

Sie wollte allerdings keine schönen Fotos für das eigene Familienalbum. Sie trat mit einem besonderen Anliegen an uns heran.

Seit geraumer Zeit kämpft Franzi mit einer Krankheit, welche viele Menschen fürchten, Krebs.

Mit den entstandenen Bildern möchte sie ein Zeichen setzen und auch junge Menschen zur Vorsorge bewegen. Denn sie ist das beste Beispiel, es kann jeden treffen.

Krebs Vorsorge Flyer

Im Vorfeld war ich ehrlich gesagt etwas nervös. Mit diesem Schicksal hatte ich bisher noch keinen Menschen vor der Kamera. Doch diese Aufregung verflog in Windeseile. Selten habe ich eine Person vor der Kamera gehabt, welche über den Tag verteilt so gute Laune versprühte.

Nun zu den Bildern an sich. Diese sollten außergewöhnlich werden. Nicht irgendwelche simplen Schnappschüsse auf der Straße. Erstes Ziel war die Leipziger Innenstadt. Mit reichlich Gepäck unter dem Arm suchten wir eine der meist besuchtesten Einkaufsmeilen Leipzigs auf.

Stativ aufgebaut, Kamera eingestellt, Graufilter montiert und los ging’s!

Ich positionierte Franzi in Mitten der einkaufswütigen Meute. Durch den Graufilter waren längere Verschlusszeiten möglich und die Personen um Franzi wurden durch ihre Bewegung unscharf.

Eindrucksvolle Ergebnisse entstanden, welche Franzi isoliert in der großen Masse darstellten. Nach knapp einer halben Stunde und einigen Nachfragen der interessierten Passanten ging es zum nächsten Spot.

Franzi in Leipziger Innenstadt

Nach einer kleinen Mittagspause starteten wir gen Leipziger Westen. Auf einem verlassenen Gelände schlugen wir unser Lager auf. Das Wetter spielte bestens mit, somit konnten wir die letzten Sonnenstrahlen in die Bildgestaltung einfließen lassen.

Petula erwies sich erneut als gute Assistentin und wir bekamen die tiefstehende Sonne in den Griff. Die übrigen Pfützen der letzten Tage dienten als spannungsreiches Spiegelbild.

Franzi im Westen von Leipzig

Wir suchten die Umgebung ab und nutzen Bahngleise, Schutthaufen und leere Flächen für die Gestaltung des Hintergrundes. Nach einigen Outfitwechseln, vielen Lachern und so einigen Auslösern später packten wir wieder unsere Sachen, bestaunten das entstandene Material und liesen den Tag gemeinsam Revue passieren.

Franzi posiert am Bahnhof

Making-Of Bilder:

Making-Of Franzi Making-Of2 Making-Of3

2 Kommentare
  1. André Leisner sagte:

    Hallo Philipp,

    erst überflog ich die Bilder, dann las ich mir den Text durch. Ich fragte mich zuerst bei dem Bild von Franzi in der Innenstadt, ob sie ausgeschnitten und eingefügt wurde. Aber das mit dem Filter und der längeren Belichtungszeit ist großartig. Hast Du noch Infos zu den Werten – dazu nen Dauerlicht verwendet? Dazu frage ich mich speziell, wie sie es geschafft hat so lange still zu stehen?! Irgendwann friert die Mimik ein und man fängt doch leicht an zu wanken. Dafür sieht es aber sehr scharf aus. Allesamt sind die Bilder echt toll geworden. Großes Lob an euch beide.

    Viele Grüße
    André

    Antworten
  2. Philipp Kirschner sagte:

    Hallo André,

    vielen Dank zunächst für dein Feedback.
    Zunächst kann ich dir versichern, dass keine zusätzlichen Lichtquellen genutzt worden. Tatsächlich war auch die Belichtungszeit nicht allzu lang.
    Ungefähr eine Sekunde war für diesen Effekt ausreichend. Und so lange konnte sie stillhalten. 🙂

    Liebe Grüße
    Philipp

    Antworten

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