Von der Idee zum Buch

„Leipzig in neuem Licht“. So heißt er also, mein erster eigener Bildband.

Aufgeregt war ich. Und zwar nicht nur, als ich ihn endlich in den Händen halten durfte. Sondern schon seit dem ersten Tag der Idee. Bis zum fertigen Buch sind letztendlich viele, viele Arbeitsschritte notwendig.Vorher war ich noch nie an einer Buchproduktion beteiligt. Und genau deswegen ging ich etwas blauäugig an die Sache heran. Selbstredend wollte ich den Bildband so schnell wie nur irgendwie möglich in die Finger bekommen.

Doch wie kam es überhaupt zu dieser, zugegeben, naheliegenden Idee? Eine nette Angestellte der Lehmanns Buchhandlung, welche meine Ansprechpartnerin in Sachen Kalenderverkauf ist, fragte ich mich in diesem Sommer: „Herr Kirschner, sind Sie eigentlich schon auf die Idee gekommen einen eigenen Bildband zum Thema Leipzig auf den Markt zu bringen?“. Sie meinte, dass es wohl nur wenige aktuelle Werke diesbezüglich gibt.

Ich überlegte kurz. „Natürlich habe ich bereits ein paar Gedanken daran verloren, aber ich alleine kann solch ein Mammutprojekt nicht umsetzen. Und Kontakt zu einem Verlag habe leider nicht.“ Prompt hatte sie einen familiengeführten Verlag aus Leipzig im Kopf. „Ich frage mal beim SAX Verlag an und dann schauen wir, was sich ergibt“, waren ihre Worte.

Tatsächlich meldete sich der SAX Verlag und wir vereinbarten ein erstes Treffen. Zu Beginn führten wir einen ganz entspannten Smalltalk, um anschließend festzuhalten, wir gehen das Projekt zusammen an. Wir einigten uns auf einen Bildband mit modernem Erscheinungsbild, welcher für jedermann erschwinglich sein sollte.

Nun war es zunächst meine Aufgabe Bilder zu sammeln. Ich stöberte sehr akribisch in meinem Archiv, denn 144 Seiten müssen natürlich auch gefüllt werden. Wie wir heute wissen, ist uns dies natürlich gelungen. Im nächsten Schritt begann der Verlag die ersten Bilder von meiner Auswahl zu selektieren. Es entstand ein erstes „Probelayout“, welches alleine eine Woche Arbeit beanspruchte.

Zu ansehnlichen Bildern gehören auch ansprechende Texte. Bei einem weiteren Treffen stellte mir der Verlag Bernd Weinkauf vor. Er konnte offensichtlich zu jedem meiner Bilder ein eigenes Buch verfassen. Selbst ich als Leipziger staunte nicht schlecht über so viel „Leipzig-Wissen“. So konnte er mir ohne zu überlegen sagen, wie viele Treppen das Völkerschlachtdenkmal hat oder in welchen Jahren das Neue Rathaus erbaut wurde. Somit war er genau der richtige Mann für die Bildunterschriften.

Diese Cover standen zur Wahl

Was folgten waren einige weitere Treffen, ein reger E-Mail Austausch und zahlreiche Telefonate. So diskutierten wir u.a. über das Layout des Einbandes, Bildanordnung, Bildauswahl und vieles mehr. Jedoch wurden wir uns einig es folgte der Andruck in einer Leipziger Druckerei.

Bei Fritsch Druck konnte ich live erleben, wie die ersten Seiten des Buchs aus der überwältigenden Druckmaschine schossen. Gemeinsam mit einem Angestellten der Druckerei nahmen wir das erste Druckergebnis unter die Lupe und diskutierten über mögliche Änderungen. Allerdings war ich von der überdimensionalen Maschine so beeindruckt, dass sie meine volle Aufmerksamkeit inne hatte. Und das obwohl ich vom Druckprozess an sich leider nicht viel sehen konnte. Dennoch beobachtete ich aufmerksam, wie sich am hinteren Teil die Druckbögen stapelten.

Ein riesiger Berg an Papier trug ab sofort meine Bilder. Allein dieser Anblick war beeindruckend. Um dieses lose Papier in eine Buchform zu bringen, fehlte „nur“ noch der Gang zum Buchbinder. Dieser war letztendlich viel schneller fertig geworden, als zunächst angenommen. Ich staunte nicht schlecht, als der Verlag früh anrief und verkündete, dass ich am Folgetag meine Exemplare abholen kann. Ein leichtes Grinsen überzog mein Gesicht, welches wahrscheinlich bis zum nächsten Morgen anhielt.

Am Tag darauf holte ich mir die Exemplare pünktlich 8:00 Uhr früh ab, fuhr rasant nach Hause und erlöste das Buch von der einengenden Verpackung. Kennt ihr den Geruch eines frisch gedruckten Buches? Dieser stieg mir in die Nase und löste ziemlich viele Gefühle aus. Freude über das fertige Buch, Dankbarkeit für die Hilfe meiner Mitstreiter und natürlich ein wenig Stolz.

Mein eigener Bildband.

In der Lehmanns Buchhandlung ist im Übrigen eine Signierstunde geplant. Ich halte euch auf dem Laufenden.

ISBN: 978-3-86729-225-2
Seitenanzahl: 144
Maße: 27 x 21cm
Preis: 19,80 €

Erhältlich ist der Bildband in jeder Buchhandlung. Wenn dieser nicht auf Lager ist, kann er dort bestellt werden. Und natürlich kann man ihn auch bequem auf Amazon bestellen.

7 Kommentare
  1. Gast 😛 sagte:

    Kunstwerke gehören auf ein festes Medium gebannt, absolut meine Meinung 🙂
    Ich bedanke mich ebenfalls bei deinen Mitstreitern und lobe dein großes Talent in der Fotografie <3

    Antworten

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